Montag, 11. Juni 2018

Update feuchte Stelle

Um Ausmaß und Ursache unserer feuchten Stelle im Wohnzimmer zu klären, hat unser Generalunternehmer letzten Montag einen Feuchte- und Trocknungsexperten vorbei geschickt. 


Der Bauleiter hatte ja schon alle 2 Wochen die Holzfeuchte oberhalb des Bodens gemessen und den Verlauf protokolliert. Die Beobachtung war, dass die Feuchtigkeit sehr langsam zurück geht, also in die richtige Richtung, aber langsamer als erwartet. In den Boden konnten wir nicht reinschauen. 
Der Experte hatte Sensoren dabei, die er hinter dem Randdämmstreifen vorbei bis auf die Schweißbahn runter schieben konnte. Dort hat er deutlich erhöhte Feuchtigkeit festgestellt, aber, wie auch oberhalb vom Boden, nur auf ein paar cm Breite. Wie unser Bauleiter, vermutet auch er, dass irgendjemand versehentlich Wasser ausgeschüttet hat, welches hinter den Dämmstreifen gelaufen ist. Er sieht es unkritisch, die Feuchtigkeit sollte mit der Zeit von selbst trocknen. 
Das kann sein und wir freuen uns wenn's so ist, weil es bedeuten würde, dass keine Leitung undicht ist. Wirklich nachgewiesen ist diese Ursache aber nicht, es ist nur eine Vermutung. Nachzuweisen, dass tatsächlich keine Leitung leckt, wäre sehr viel aufwändiger. Vorerst wird der Verlauf weiter beobachtet, Experte und Bauleiter kommen in 2 Wochen nochmal vorbei. 

Blöd ist, dass sich natürlich nicht feststellen lässt WER potenziell Wasser verschüttet hat und somit die Kosten für die ganzen Baustellen-Termine und Verschließen der Wandöffnungen trägt. Das sind inzwischen 4 oder 5 Termine mit dem Bauleiter, 1 Termin mit unserem Baubegleiter, 2 Termine mit dem Experten, mindestens 3 Termine für den Spachtler. Als Verursacher in Frage kommen eigentlich nur unser Fliesenleger oder der Spachtler der Zimmerei. Evtl. noch Restfeuchte vom Estrich, aber der kam ja schon vor Weihnachten rein, das ist schon etwas arg lang her.  
Uneinig sind wir uns darüber wer die Kosten trägt wenn kein Verursacher gefunden wird. Klar, wenn niemand schuld ist, will niemand gerne für den Schaden aufkommen. Der Bauleiter möchte in dem Fall die Kosten gerne auf uns abwälzen. Eigentlich ist die Sache klar: Für Mängel die vor der Abnahme aufgetreten und festgehalten wurden, steht der Unternehmer in der Beweispflicht. Im Zweifel hat er die Kosten zu tragen. 
Wäre bisher alles reibungslos abgelaufen, könnte man fairerweise darüber reden die Kosten zu teilen. Aber die letzten 20 Monate waren und sind halt doch etwas lang und durchwachsen. 


Zur Ablenkung von unseren "Problemchen" betreuen wir momentan die Estrichtrocknung unserer Nachbarn 😉
Die sind 13 Monate nach versprochenem Baubeginn endlich beim Estrich angekommen. Leider ist zeitgleich wegen fehlender Abdichtung Wasser in ihren Keller gelaufen. Dummerweise am Wochenende, als von ihrer Baufirma natürlich niemand erreichbar war. Schweißbahn musste wieder raus. Boden nass, Wände bis oben hin nass. Einen Keller im Sommer zu trocknen ist eine echte Herausforderung. 

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