Freitag, 6. Oktober 2017

Werkplanung Teil 2 + 3

Ein paar Dinge mussten noch geplant werden. Die Geschoss-Treppe, Farben für Fassade und Dachuntersichten, Wandnischen (ohne Aufpreis)... 

Geschosstreppe: Offene Holztreppe aus Lärchen-Holz (deutlich härter als Buche oder Eiche, interessante, "bunte" Farbe - Eiche sah uns zu alt aus, Buche zu rot und durch die gleichmäßige Farbe zu empfindlich), Geländer aus Edelstahl-Sprossen und rundem Handlauf, 1,05m Breite, 16 Stufen, 18,9cm Steigung, 27,2cm Auftritt, 65cm Schrittmaß. In der Theorie sollte das eine ziemlich bequeme Treppe werden. 
Fassade: Hellgelb oder hellorange, Sockel grau
Dachuntersichten: Eiche hell. Grau hätte uns besser gefallen. Aber Carport und Holz-Terrasse sollen mal nicht grau werden, also haben wir uns bei den Untersichten auch gleich für eine holzige Farbe entschieden. 

Die Aufteilung unseres Technikraums hat sich schwieriger gestaltet als angenommen. Wir haben den Technikraum ja erst vor kurzem umgezogen, da der ursprüngliche Raum zu klein dafür war. Doch auch die 3,70m breite Wand im neuen Raum wurde fast zu knapp, da für die Nahwärme-Station insgesamt 1,62m Wandbreite benötigt werden. 

Besonders Lüftungsanlage und Carport haben mir wieder ein paar Tage Kopfzerbrechen beschert. Mir ist aufgefallen, dass die Ein- und auslässe für die Lüftungsanlage direkt im Carport-Dach gelandet wären. Also hab ich erst mal versucht den Carport umzuplanen, was leider nicht möglich ist. Das Dach kann weder weiter runter (sonst kommt man nicht mehr zur Haustür rein) noch weiter rauf (max. 3m mittlere Höhe erlaubt). 
Frischluft-Zufuhr unter dem Dach ist nichts, da würde man sich die unter dem Dach aufstauende Wärme rein holen (Südseite). Fortluft unter dem Dach genauso, die würde gegen die Dachschräge blasen, wo sich die Luft dann auch wieder staut bzw. in Richtung Frischluft-Zufuhr hoch zieht. 
Alternative Standorte für die Anlage wären der ehemalige Technikraum und der Spitzboden. Beim ehemaligen Technikraum würde die Fortluft direkt ins nur 6m entfernte Schlafzimmer-Fenster vom Nachbarn blasen und die Fortluft ist der lauteste Teil der Anlage. Beim Spitzboden hatte ich Sorge, dass man die Anlage durch auf 's Dach übertragene Schwingungen in unseren Schlafräumen hören könnte. Der Lüftungsplaner hat beide Sorgen ausgeräumt. Angeblich hört man  auch die Fortluft "kaum" und die Anlage im Spitzboden muss halt entkoppelt aufgehängt werden. Keine einfache Entscheidung, weil wenn dann doch entweder der Nachbar oder wir selbst nicht schlafen können, müssen wir damit leben - eine spätere Änderung ist nicht mehr möglich. 

Letztendlich hab ich mich für den Spitzboden entschieden. In der Höhe ist die Luft frischer und sauberer. Wenn man 's genau nimmt ist sie dort sogar im Winter wärmer und im Sommer kühler als in Bodennähe, das war aber kein Kriterium. Wichtiger: Die Verteilung der Lüftungsrohre ist einfacher als im Estrich. 
Unser Baubegleiter hat nämlich unseren Estrich-Aufbau bemängelt. Er hält die 6cm Estrich-Schicht nicht generell für zu dünn, aber zu dünn im Verhältnis zu den 13 cm Dämmung (im EG). Die Dämmung kann bzw. wird nachgeben und der Estrich kann dann brechen (Baufirma sieht das natürlich anders und kann das ebenfalls gut verargumentieren). 
Bei Aufstellung der Lüftungsanlage im EG, müssten jedenfalls die Rohre an zentraler Stelle durch die Geschossdecke und fast alle von dort aus unter dem Estrich verteilt werden. Das wären 13 Rohre die nebeneinander unter dem Estrich liegen. Dass der Estrich diese großen Hohlräume nicht überbrücken kann, dürfte klar sein. 
Definitiver Nachteil der Aufstellung im Spitzboden ist, dass man zur Wartung nur über die Einschubtreppe nach oben kommt. Fast alle sagen man muss da nur 2-3 mal im Jahr ran um die Filter zu wechseln. Einer hat eine deutlich andere Meinung. Egal wer Recht hat, da müssen wir durch. Da der Spitzboden unser Keller-Ersatz ist, müssen wir sowieso häufiger mal hoch. 

Hier noch ein paar Fotos und der fertige Werkplan...

Treppen-Holz: 

Farben (Haus ist natürlich nicht unseres):

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