Freitag, 11. August 2017

Baugrundgutachten - besser doch mit Keller bauen?

Vor dem Kauf haben wir uns zunächst nur von der Gemeinde ein Gutachten zum Bau der Straße an verschiedenen Stellen im Baugebiet zeigen lassen.
Die Zusammenfassung war zwar, dass dem Bau von Häusern nichts im Wege steht, aber im Detail klang der Inhalt nicht so richtig gut: Drückendes Hangwasser, bindiger Boden, ... Also haben wir Auszüge aus dem Gutachten an unsere Angebots-Anfragen angehängt und nach ersten Rückmeldungen mit ca. 5.000€ Zusatzkosten kalkuliert. 

Mitte Januar haben wir einen Gutachter für unser Grundstück organisiert. Zusammen mit 2 Nachbarn übrigens, um einen besseren Preis zu bekommen. Leider haben wir das Ergebnis erst Mitte März bekommen. Wir wollten nichts entscheiden, so lange nicht abzuschätzen ist mit welchen Mehrkosten für die Gründung zu rechnen ist. Das hat unsere Entscheidung für eine Bauweise und Baufirma erst mal für 2 Monate blockiert - und in der Folge noch länger. 

Denn das Ergebnis klang noch etwas weniger gut als im Gutachten der Gemeinde. Problem ist hierbei vor allem eine breiig-nasse Schluff-Schicht, die raus muss. Die Schicht hat unser direkter Nachbar auch. Andere Nachbarn anscheinend nicht - oder die haben einen Gutachter der das etwas lockerer sieht - oder sie haben gar keine Bohrung machen lassen - oder zum Zeitpunkt des Gutachtens war nicht grad die Schneeschmelze vorbei, so wie bei uns. 
Jedenfalls bekamen wir plötzlich eine Schätzung der Mehrkosten in Höhe von 20-25 TEUR. Wir waren total geschockt. Und konnten es gleichzeitig aber nicht so richtig glauben. Denn die anderen Nachbarn hatten überhaupt keine großartigen Mehrkosten zu berichten. Wir hatten das Gefühl der zu dem Zeitpunkt favorisierte Generalübernehmer will uns mit den von ihm genannten Kosten in Richtung Bau mit Keller drängen. 
Beim Bau mit Keller sollte der Boden nämlich angeblich keine Rolle spielen. Na gut, bevor wir 25 TEUR im Boden versenken, investieren wir doch lieber die von ihm veranschlagten 40 TEUR in einen Keller. Blöd nur, dass unsere Nachbarn mit Keller bauen wollten und von ihrer Baufirma ähnlich hohe Mehrkosten genannt bekommen haben. Das alles hat uns ganz schön verunsichert und wir haben auch kurz drüber nachgedacht das, nun doch nicht mehr so günstige, Grundstück wieder an die Gemeinde zurück zu geben.   

Letztendlich ist der, ich nenne ihn mal "Keller-GÜ" ausgeschieden, da er uns die Kosten nicht transparent machen konnte und wir die Vorahnung hatten der Keller-Endpreis wäre für uns nicht mehr stemmbar.
Das war ein sehr nervenaufreibendes Hin und Her...

Der Ausgang ist noch unklar, die Erdarbeiten sollen Anfang/Mitte September stattfinden. Als nächstes warten wir nun auf das Ergebnis vom Statiker, der berechnet wie viel Boden durch Schotter ersetzt werden muss und wie viel Stahl in der Bodenplatte verbaut werden muss. 

Die beiden Bohrprofile:


Kommentare:

  1. Wir hatten leider auch Probleme mit dem Boden, allerdings sah/sieht es bei uns noch viel schlimmer aus. Daher mussten wir letztendlich auf einen Keller verzichten und sogar eine Pfahlgründung durchführen.

    Euch viel Erfolg beim Hausbau :-)

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    1. Naja, inzwischen wissen wir, dass es sehr unterschiedliche Sichtweisen auf den Boden gibt. Diejenigen die die Gründungsarbeiten nicht bezahlen müssen, setzen gerne auf absolute Sicherheit - klar, würde man selbst nicht anders machen. Aber die 340to Schotter die wir nun drin haben, wären wohl nicht unbedingt notwendig gewesen...
      Pfahlgründung und Aufschüttungen sind aber natürlich noch weniger lustig, dagegen sind unsere 7.000€ Schotter wahrscheinlich kaum der Rede wert...

      Dankeschön!

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